Eine Kiwi für den eigenen Krümel

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Dieses Blogthema wird mich eine Weile begleiten. Denn es kann so vielschichtig sein, dass ein einfacher grober Überblick meiner Meinung nach nicht reicht. Im heutigen Beitrag geht es um das Warum. Um den Namen und den Hintergrund und das Wen. Sowohl aus der Sicht der Mama als auch aus der Sicht der Rednerin. (Auch wenn dieser erste Blogeintrag vielleicht sehr viel Mama beinhaltet. An das Eingemachte kommen wir auch noch!)

Meine Learnings daraus möchte ich hier festhalten. Zur Inspiration. Zum Nachdenken. Zum Nachmachen. Und zum Mutmachen, wenn du nach einem letzten Stups für dein „Hell yes!“ suchst. #stups 😊

Warum?

Ja, warum ein Kinderwillkommensfest? Warum nicht? Ich finde, das ist die bessere Frage. Unser Sohn wurde und wird nicht getauft. Der Grund ist einfach: Wir wollen ihm kein Abonnement abschließen. Dennoch wollte ich von Anfang an feiern. Feiern, dass er da ist. Feiern, dass er dazu gehört und jeden kleinen Meilenstein zelebrieren. Warum sollte man diese Feier an etwas religiöses hängen? Ich bin der Meinung, ein Willkommensfest sollte man an den Menschen hängen.

Kinderwillkommensfest. Namensgebungsfest. Wurzelfest. Ja, was denn nun?

Die Feierlichkeit hat viele Namen. Manchmal regional unterschiedlich, manchmal durch ihren Hintergrund. Wir haben uns für Wurzelfest entschieden. Denn wir wollen unseren Sohn verwurzeln. Verwurzeln in der Gesellschaft. Verwurzeln in unserer Familie. Verwurzeln in unserer Wahlfamilie! Wir möchten dass Bänder entstehen und erstarken zu Menschen, die uns wichtig sind und die unserem Sohn etwas mitgeben dürfen. Wir zelebrieren dieses Fest jedoch auch zu seinem dritten Geburtstag.

Die meisten Kinderwillkommen werden zum ersten Geburtstag gefeiert. Hier wird laut der Name des Kindes herausgerufen. Es werden die Meilensteine zelebriert. Es ist der Versuch, einen Moment festzuhalten, ganz bewusst, von einem Wunder, das sich jeden Tag verändert und weiterentwickelt.

Wen laden wir ein?

Kurz gesagt Familie und Freunde. Freunde von uns aber auch Sandkastenspielgefährten und -gefährtinnen von unserem Sohn. Eine Pflichtauswahl gibt es hierbei nicht. Gibt es vielleicht einen Menschen, den ihr näher bei euch haben wollt, weil er oder sie so wertvoll ist? Einladen! Die nervige Tante, die sich bei jeder Gelegenheit in den Vordergrund drängt. Nicht einladen.

Für mich als Mama wurde bei der Planung schnell eines klar. Das ist keine „Pflichtveranstaltung“, bei der Konventionen eingehalten werden müssen. Ich wollte lieber den entfernten Freund einladen, dem wir uns verbunden fühlen als die Blutsverwandten weil sie blutsverwandt ist. Und ja, vielleicht nutzen wir hier und da dieses Fest auch, um zu verdeutlichen: Wir wollen dich tiefer in unserem Leben haben und näher an unserem Sohn, weil du wunderbar bist. Das ist legitim.

Genauso Legitim ist es +1 nicht einzuladen, wenn ihr nicht einmal deren Namen kennt. An diesem Fest ist kein Platz für Konvention, dicke Luft und lächeln und Winken.

Kein Kindergeburtstag.

Viele denken, dass eine KiWi, ich finde diese Abkürzung einfach so niedlich, ein Kindergeburtstag ist. Das ist sie nicht. Sie wird zeitlich vielleicht passend dazu gefeiert, aber da endet es auch schon. Ansonsten ist eine KiWi genau so einzigartig wie das Kind und so bunt wie die Familie. Vieles kann. Nichts muss.

Ein Kinderwillkommensfest darf und soll mit der gleichen Liebe und Leidenschaft, wie eine Hochzeit geplant werden. Ein Kinderwillkommensfest darf einen Dresscode haben. Es dürfen professionelle Fotografen und Fotografinnen da sein. Kuchen! Catering! Ein DJ oder eine Band.

Denn ein Kinderwillkommensfest ist ein flüchtiger Moment. Eine Fotografie, ein Screenshot in einem rasanten Actionfilm. Denn unser Star ist jemand, der uns jeden Tag nur eine Momentaufnahme schenkt, weil er oder sie sich noch so rasant entwickelt. Plötzlich sind sie weg. Das Babylachen. Die ersten falschen Wörter. Die Maröttchen, die wir geliebt haben, verwachsen sich. Wenn das nicht mehr als genug Grund ist, zu feiern dann wird es auch kein Schulabschluss und keine Hochzeit sein! (Meiner Meinung nach)

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